Die Salsa cubana

Das Grundbewegungsmuster der Salsa cubana oder auch Salsa Casino genannt ist komplex und deshalb sehr reizvoll. In unserem Unterricht lernen wir die synchronen und asynchronen Bewegungen im Raum und die unterschiedlichen Drehungsrichtungen. Die Verbindungen dieser Elemente, aufgepeppt mit kleinen Tanzfiguren und Drehungen vervollständigen die Basis der Salsa Cubana, so das wir uns damit frei im Raum bewegen können. An erster Stelle steht beim Salsa lernen der Rhythmus. In der Musik sollten wir ihn hören um dann danach zu tanzen. In Kuba wird der Rhythmus auf drei unterschiedliche Arten getanzt: "En tiempo", "en tiempo cruzado" und "en contratiempo". En tiempo ist, wenn man innerhalb der Clave ein Grundbewegungsmuster tanzt. Tiempo cruzado demzufolge, wenn das Grundmuster die Clave durchkreuzt. Im Contratiempo ist die Betonung versetzt zur Clave - so wie der Son getanzt wird. Das wichtigste ist also das Zusammenspiel der Clave mit der Conga zu hören, um dann gewählt und nicht per Zufall die Schritte zu setzen.

Der Tanzstil Salsa cubana

In der Salsa Cubana - auch Casino genannt, gibt es quasi keinen so genannten Grundschritt, sondern ein Grundbewegungsmuster. D.h. wir können mit unseren Schritten in jede Richtung tanzen, seitwärts, vorwärts, rückwärts, nach rechts und nach links drehen. Die freie Bewegung im Raum auf den Rhythmus ist die Voraussetzung zum freien Tanzen. Die Lauftechnik der Drehungen sollte beherrscht werden, so dass wir nicht durch Rückwärtsschritte den Bewegungsfluss stören. Für die Armverwicklungen (Nudos=Knoten) entsteht so eine harmonische runde Kreisbewegung, die nicht zu Blockaden führt. Der Cha cha cha, die Bachata und der Bolero, so wie der Son wird bei uns auch zur Abwechslung getanzt.

Salsa aus Cuba - Estilo Casino

Der Casino Stil wird in Cuba seit Mitte der Fünfziger Jahre getanzt. Entstanden im Casino Deportivo de la Havanna wurde er in den sechziger Jahren richtig populär. Es ist die Originalform der Salsa, die auf dem Son basiert. Im Gegensatz zu Cha cha cha, Guaracha, Son und den anderen kubanischen Tanzformen die in den Salons getanzt wurden, ist Salsa Casino der eleganteste, komplexeste und auch amüsanteste Stil. Er ist verspielt, rhythmisch akzentuiert und animiert zum Mittanzen, sein Motiv ist nicht der Wettbewerb sondern eher das Vergnügen im Salon.
Die vielen Figuren, manche davon sehr kompliziert, sind nur mit einer hervorragenden Schritt Technik zu meistern.

Na dann loslegen – con ritmo y saborrr... !

Neue Gruppen finden wieder ab März 2021 statt und werden hier angekündigt.

Salsa Berlin: Die ersten Partys

Die kolumbianischen Studenten veranstalteten ab 1979 in der alten TU Mensa rauschende Salsa Partys (Fiesta Latina) bis früh in den Morgen. Hier spielte unter anderen die Band Ipanema mit ihrem legendären kubanischen Bassisten Vitico und eine kolumbianische Tanzgruppe zeigte Folklore. Einen expliziten Salsa Club gab es noch nicht. Der erste Club in Berlin wurde 1981 eröffnet und bekam den schlichten Namen “SALSA“. Er lag in der Wielandstraße 13 in Charlottenburg, und der musikalische Schwerpunkt lag auf karibischer Tanzmusik. Zur Abwechslung standen hier afrikanische Bands auf der Bühne. Hier trafen sich die in Berlin lebenden Latinos und alle Tanzfans regelmäßig zu ihren Partys, die Dj Adriano aus Kolumbien und Hernando Flores mit seinen Playlists zum Tanzen anfeuerte. An Wochenenden spielten kleine Orquestas mit drei bis vier Musikern auf. Die oben erwähnte Gruppe Ipanema war eine feste Institution auf jeder Latinoparty. Ein moderater, studentenfreundlicher Eintritt kam den tanzfreudigen Latinos und Berliner Salseros gelegen, die bis zum Morgengrauen hier ihr Tanzbein schwingen. Über Tanzstile war hier noch keine Diskussionen ausgebrochen, jeder tanzte mit jedem, egal woher der Tanzpartner kam. Man besuchte keine Tanzschule oder Tanzkurse, man ging einfach tanzen.

Das Megakonzert 1982 in der Waldbühne

Das Horizonte Festival 1982 stand unter dem Motto Lateinamerika und wurde ein Sprungbrett für lateinamerikanische Musik. Am 30. Mai 1982 fand das bis heute unübertroffene Salsakonzert in der Waldbühne statt. Ein riesiges Event, ein Meilenstein in der Geschichte der Salsa in Berlin. Auf diesem Festival traten in der Waldbühne die berühmtesten Orchester Lateinamerikas auf, die für schlappe 12,- DM zu sehen und zu hören waren. Dieses Megakonzert startete um zwölf Uhr mittags und endete um 23 Uhr. Vor circa 12.000 Zuschauern mit Gästen aus weiten Teilen Europas spielten Celia Cruz, Tito Puente, Willie Colon, Ruben Blades, Eddy Palmiere, Mongo Santamaria und sämtliche Größen der karibischen Musik auf. Es ist unbestritten das größte Ereignis dieser Art in Berlin bis heute geblieben.
 

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Das Salsa-event im Metropol Berlin: Havanna Bar

Eine neue Veranstaltung kam 1985 in Berlin mit der Havanna Bar im Metropol hinzu. Der Veranstalter Juan D. Lange legte hier am Samstag Abend den Schwerpunkt auf den Son cubano. Der Son und Casino hatten ihre erste regelmäßige Party in Berlin. Mit Tanzeinführungen vor der Party und den kontinuierlichen Kursen im Estudio Sudamerica festigte er ab 1985 die Entwicklung der karibischen Tänze in Berlin. Im frisch eröffneten Estudio Sudamerica unterrichtete er Merengue und Bachata aus der dominikanischen Republik und Casino, Son, Bolero und Chachacha aus Kuba. Weitere populäre Tänze der Karibik kamen mit der Zeit hinzu. Die Salsa cubana verankerte sich fest in Berlin und bekam durch den Mauerfall ab 1989 kräftige Unterstützung durch die Kubaner, die im Osten der Stadt lebten.

Eintrittskarte zur Habana Bar im Metropol Berlin: Salsa Ticket Havanna Bar
Salsa cubana Berlin - Programm der Havanna Bar Havanna Bar Berlin
Salsa Berlin - Und nach dem Fall der Mauer
... tranquilo muchachos - Text folgt in Kürze!
(ist aber sicherlich früher fertig als der Berliner Flughafen!)